21. Oktober 2010

Der Tod geht uns nichts an

Manchmal habe ich Angst vor dem Tod, v. a. vor dem der anderen. Und dann kommen die Gedanken an Epikur, der meinte, an ihm könne nichts Schreckliches sein, da er uns überhaupt nicht betreffe. Solange wir da sind, ist er nicht da - und wenn er da ist, existieren wir nicht mehr. Er betrifft also nicht die Lebenden, denn wo sie sind, kann der Tod nicht sein, und auch nicht die Gestorbenen - denn diese existieren schon gar nicht mehr. Und sowieso beruht alles Gute oder Schlechte nur auf Empfindung, welche ebenfalls nur die Lebenden kennen. Weiser, alter Mann! Wovor also Angst haben? Vor dem eigenen Tod vielleicht nicht, der kann uns wohl wirklich egal sein. Obwohl das in der Praxis nicht so leicht zu sein scheint...

Und was ist mit den anderen? Wenn einer stirbt, sterben unsere Empfindungen für ihn nicht mit ihm - zum Glück. Also geht uns der Tod sehr wohl etwas an, doch seltsamerweise ist es nicht der eigene.